7. Wie begreift man Krankheit und Tod?
Dasjenige aber, was den Menschen in ein Verhältnis bringt zur Umgebung, [was] ihn befähigt, in eine Wechselwirkung zu treten, das ist sein Astralleib. Während der Ätherleib des Menschen hauptsächlich im Inneren arbeitet, die Organe vergrößert, von [innen] heraus in der Fortpflanzung arbeitet, ist der Astralleib dasjenige, was da ist, um das Äußere dem Inneren zugänglich zu machen und mit ihm zu verbinden. Das geschieht fortwährend. Jeder Lichtstrahl, jedes Stück Nahrung, das der Mensch aufnimmt, ist eine Wechselwirkung zwischen dem Inneren des Menschen und der Außenwelt. Der Regulator ist der Astralleib, und im Wesentlichen wird das Verhältnis geregelt durch die Bedürfnisse, durch Lust und Schmerz, durch das Verlangen. Dasjenige, was der Mensch begehrt, eignet er sich an, und das Begehrungsvermögen ist der Ausdruck des Astralleibes. [Solches verlangt der Mensch von der Umgebung.] Sie sehen so, dass der Mensch verschiedene Aufgaben erfüllt durch seine Glieder. Das bedingt nun einen bedeutenden Unterschied in Bezug auf die Glieder im ganzen Leben des Menschen. Uns wird klar werden dieser Unterschied, wenn wir uns das Wesen des Schlafes vor Augen stellen. Wenn der Mensch schläft, sind hinuntergesunken Lust und Leid, alle Wechselwirkung mit der Außenwelt, alles, was der Astralleib vermittelt. Kein vernünftiger Mensch wird sagen, dass der Mensch am Abend vergeht und morgens neu entsteht. Sein Astralleib ist da, aber nicht so wie am Tage. Während am Tag dieser Astralleib im physischen Körper wohnt und durch die Organe des physischen Leibes die Dinge der Außenwelt auf sich ausströmen lässt und verarbeitet, ist er in der Nacht getrennt vom physischen Leib, berührt er den physischen Leib nicht. Beim Ätherleib ist das nicht der Fall. Was dieser zu tun hat, dauert fort während des Schlafes.
Cite:
GA 68b/1907-01-21/p034 · edition original