7. Wie begreift man Krankheit und Tod?
So ist es in der Tat mit dem Verhältnis des Astralleibes zum physischen Leib. Der Astralleib ist nicht etwas, was ursprünglich und abgesondert ist von etwas Großen. Es gibt einen mächtigen Astralleib, der der Astralleib unseres ganzen Planeten ist, und dieser Astralleib ist so, wie die Wassermasse im Gefäß. Der physische Leib ist wie das kleine Schwämmchen. Beim Wachen hat der physische Leib den Astralleib in sich, dann hat er einen Tropfen herausgesondert für sich aus dem Astralmeer, und dieser Tropfen des Erdgeistes arbeitet abgesondert von dem übrigen Erd-Astralleib; und deswegen wirkt er am Tag abnützend, muss er abnützen. Denken Sie sich einen Finger, trennen Sie ihn ab, in kurzer Zeit ist er verdorrt. Warum? Weil dieser Finger mit dem ganzen Lebensprozess, dem ganzen Astralprozess zusammenhängen muss, wenn er bestehen soll, und weil der Tropfen astralischer Masse, die in dem Finger bleibt, als losgetrennter Tropfen kein eigenes Leben führen kann. Das kann allerdings der Astralleib des Menschen bis zu einem gewissen Grade, aber er hat es nötig, immer ab und zu zurückzukehren und sich Kraft zu holen vom gesamten Astralleib; das geschieht in der Nacht.
Cite:
GA 68b/1907-01-21/p038 · edition original