7. Wie begreift man Krankheit und Tod?
So, wie der physische Leib wächst bis zum Zahnwechsel, wie der Ätherleib bis zur Geschlechtsreife, so wächst der Astralleib bis zur Lebensmitte. Könnten Sie als Hellseher die Kraft, die der Astralleib in sich hat, messen und verteilen auf Jahre das, was dieser Astralleib heraussetzt an solchen Kräften, dann würden Sie die Lebensmitte berechnen können. Denn in diesem Moment, wenn der Astralleib alles, was in ihm gesteckt hat, herausgesondert hat, entwickelt hat, dann ist die Lebensmitte eingetreten. Da fängt der Astralleib zu zehren an. Er zehrt an sich selbst. Nun kommt die Zeit, wo die Ideale schwinden, wo der Mensch nicht mehr von Hoffnungen strotzt, wo die Besonnenheit eintritt, wo der Astralleib mehr auf die Umgebung sieht, auf die Erfahrungen sieht, während er vorher in der aufsteigenden Strömung aus sich heraus geschöpft hat. Die Ideale des Jünglings, aus dem Innern herausgeboren, stimmen oft nicht zum Äußeren. Dann kommt die Zeit, wo Einklang hergestellt wird, und jetzt hat er die absteigende Linie. Was früher der Astralleib sich produziert hat, wird nach und nach aufgebraucht, und dann, wenn der Astralleib sich selbst aufgebraucht hat, dann fängt dieser an zu zehren an dem Ätherleib, dann nimmt er die Kraft aus dem Ätherleib.
Cite:
GA 68b/1907-01-21/p044 · edition original