7. Wie begreift man Krankheit und Tod?
Weil der Genuss die Begleiterscheinung des Lebensprozesses ist, deshalb kann er hinausgehen in Bezug auf Aneignung von äußeren Stoffen. Und so wird das, was er sich aneignet, weil es über das Maß hinausgeht, zum Zerstörer; und da haben Sie das, was durch die Tätigkeit des Astralleibes den Krankheitsprozess veranlagt. Man darf freilich nicht glauben, dass einfach das so geschieht, dass in dem Leben zwischen Geburt und Tod das zum Ausdruck kommt. Sicher wirkt jede Ausschweifung zerstörend schon für das eine Leben; und alle Mäßigung wirkt aufbessernd; aber in noch weiterem Umfang geschieht dies über den Tod hinaus. Da müssen wir wiederum an die Idee der Wiederverkörperung gehen. Die zerstörenden Kräfte, die im Leben noch nicht so schädlich wirken, die werden mitgenommen in ein nächstes Leben, sodass Ausschweifung in einem Leben Krankheits-Disposition im nächsten bedeutet.
Cite:
GA 68b/1907-01-21/p052 · edition original