32. Die Abstammung des Menschen

GA 68b/1907-10-31/p005 ·1907-10-31 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

[Und] man muss sich [auch] klarmachen, dass es für die[jenigen], die sich gewöhnt haben, in der Richtung, die ihnen da entgegentritt, zu denken, außerordentlich schwer wird, die Vorstellungen, die sie einmal aufgenommen haben, auch nur in irgendein annehmbares Verhältnis zu bringen zu anders gearteten Vorstellungen [die also zum Beispiel vonseiten der Geisteswissenschaft vorgebracht werden]. Deshalb gibt sich insbesondere derjenige, welcher vom Standpunkte der Geisteswissenschaft heute über diese Frage spricht, keiner Illusion darüber hin, dass für alle, die sich mit ihren Denkgewohnheiten ergeben haben dem, was landläufig, [was] scheinbar auf den festen Tatsachen der Wissenschaft begründert ist, [dass er bei denen] ein leichtes Verständnis erzielen könnte. Das wäre allerdings eine Illusion. Dennoch muss von diesem geisteswissenschaftlichen Standpunkte aus, gerade heute, was da zu sagen ist, vorgebracht werden, denn nach und nach werden sich schon diese Vorstellungen einleben bei all denjenigen, die sich frei machen können von solchen eben angedeuteten [Denkgewohnheiten]. Das sollte vorausgeschickt werden, damit nicht geglaubt werde, der Geisteswissenschafter gebe sich nur solchen Illusionen hin, dass er die, die in strengen Wissenschaftsvorstellungen leben, dass er die im Fluge erobern könne, oder dass es nicht geschehen könne, [dass man solchem entgegentritt], und sagen von ihrem Standpunkte aus, das sei — alles das, was er vorgebracht habe —, der reine Unsinn, [die reine Narretei]. In der Regel ist er imstande, die Gründe, die von d[ies]Jen Gegnern vorgebracht werden, [sehr leicht] selbst vorzubringen. Die Täuschung liegt dann meistens bei denen, die [einem geisteswissenschaftlich entgegentreten, und] da glauben, dass ihre Gründe ihm irgendetwas Neues sein könnten.

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