32. Die Abstammung des Menschen
Jetzt dehnen wir einmal diese kleine Betrachtung aus, sagen wir, auch auf die verschiedenen Völker, die nebeneinander leben, [ein] niedrig stehendes Volk und [ein] höher stehendes Volk. Man ist heute gewohnt geworden, zu denken, dass ein höher geartetes Volk mit bedeutender geistiger Bildung [und Kulturerrungenschaften] sich herausentwickelt habe aus einem solchen Zustand, in dem heute ein niedrig stehendes Volk ist. Genau derselbe Schluss, wie man ihn machen würde, wenn man diese zwei Menschen nebeneinander [stellt] heute, man könnte dann unter Umständen ebenso korrigiert werden, wenn man [die] Tatsachen erforschen könnte, wie [Geistes-]Wissenschaft allerdings [dazu imstande ist, dass es nicht der Fall ist, dass das geistig höher gebildete Volk abstammt vom niederen, sondern dass] im Gegenteil, eine gemeinschaftliche Abstammung [der beiden] vorliegt, dass ein geistig höher Entwickeltes sich nach der einen Seite, das andere zum Niedergange hin entwickelt hat. Sodass wir, wenn wir die Abstammung untersuchen, hinaufgeführt werden zu einem gemeinschaftlichen Urvolke, nicht zu dem, das heute neben dem anderen lebt, sondern zu einem gemeinschaftlichen. Da beide nebeneinander leben, stammen [sie in gleicher Weise vom Urvolk ab]. Nur hat sich das eine hinauf-, das andere [in gewisser Beziehung] hinunterentwickelt.
Cite:
GA 68b/1907-10-31/p012 · edition original