{"corpus":"steiner","locus":"GA 68b/1907-10-31/p014","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Da stand gegenüber dem Anführer der Europäer der Anführer der «Rothäute». Eine Rede ist uns erhalten, die der Anführer der amerikanischen Urbevölkerung gerichtet hat an die Europäer, die seinen Stamm überwunden haben und [ihnen] kein Land gegeben haben, [eine Rede die ich Ihnen nicht einmal in einer wortwörtlichen Übersetzung geben kann, sondern nur dem Begriffe nach, dem nach, was sie enthält. Ungefähr dieses sagte jener Häuptling zu dem Europäer]: Ja, ihr Europäer, ihr habt uns versprochen für das Land, dessen Erde bedeckt die Leichen unserer freien Brüder, anderes Land, gegeben habt ihr uns das andere Land nicht. Das kommt davon her, weil der bleiche Mann an anderes glaubt als der freie Mann. Der bleiche Mann hat merkwürdige Zaubermittel, wo kleine Zauberwesen darauf stehen, da schaut er hinein und da sieht er, was für ihn recht/Recht ist, da sieht er, was wahr und falsch ist. - Der Häuptling hat einmal die Bücher gesehen und hielt die Buchstaben für solche Zauberwesen, [Zaubergeister, die die Europäer zu solchen Maßnahmen veranlassen]. — An solche Zaubergeister glaubt der [freie Mann] nicht, der freie Mann liest nicht, was in solchen Zauberbüchern steht, der freie Mann geht hin[aus] und hört, wie das Wasser rauscht und wie im Wald die Bäume rauschen und das versteht er. Denn aus dem Wasserrauschen und aus dem Bäumerauschen spricht zu ihm der Große Geist. Der sagt immer die Wahrheit, und weil ihr nicht kennt den Großen Geist, der die Wahrheit spricht im Wasserrauschen und dem Rauschen der Bäume, deshalb verhaltet ihr euch so. Der bleiche Mann kann den freien Mann nimmermehr verstehen, Sonst würde er nicht mit seinen Waffen herumtrampeln auf der Erde, welche die Gebeine [unserer Brüder deckt] und welche einmal Rache nehmen wird an den Bleichen!","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"32. Die Abstammung des Menschen","site_heading":null,"date":"1907-10-31","location":null,"word_count":286,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/68b/1907-10-31/p014","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/68b/1907-10-31/p014"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/68b/1907-10-31/p014","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.","evidence_translation":"Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one."}}