32. Die Abstammung des Menschen
D[ies]en Begriff können wir nun ausdehnen auf alle Lebewesen. Wenn wir ihn so ausdehnen, gehen wir zurück zu den den Menschen näherstehenden Säugetieren. Jede einfache Entwicklungslehre möchte annehmen, dass die höheren Säugetiere die Vorfahren des Menschen waren. Heute ist zwar dieser Begriff von der ganz brutalen Abstammung des Menschen von den Affen in einer gewissen Weise fallen gelassen, aber die Denkweise liegt doch dem zugrunde, was scheinbar anders vorgebracht wird. Stellen wir uns mit dem Begriffe die Verwandtschaft des Menschen mit den höheren Affen vor, werden wir sagen: Von jenem Urwesen, das in urferner Vergangenheit vorhanden war und zu dem sich der Mensch hinaufentwickelt hat, stammen zwar die heutigen Affen ab, aber sie sind stehen geblieben auf [einem älteren Standpunkt], stellen daher in heutigem Zustand, [in ihrer heutigen Gestalt] keine Ahnherren der Menschheit dar, sondern das heruntergekommene Gebilde, [das eine alte Form hat festhalten wollen; das sich korrumpiert hat]. Sieht daher der heutige Mensch diesen Affen an, sieht er ihn namentlich mit dem Gemüte an, [dann] erscheint er ihm wie eine Karikatur seines eigenen Wesens, keineswegs wie ein Ahnherr, [und wer mit solchen Gefühlen ausgerüstet ist, empfindet es] wie eine Art Beschämung ... [unleserlich], wenn die Ursprungseigenschaften des Menschen korrumpiert werden.
Cite:
GA 68b/1907-10-31/p016 · edition original