32. Die Abstammung des Menschen
[In dem, was die materielle Wissenschaft als das Einzige ansieht, dem Menschenleib, gründet nur ein Glied der menschlichen Wesenheit — das soll nur kurz angedeutet werden —, das nur dieselben Kräfte und Stoffe hat wie die scheinbar leblose Materie — die Wissenschaft aber sieht diesen Leib nur aus diesen Stoffen und Kräften so implizit zusammengesetzt, dass diese Stoffe und Kräfte nicht ihre Form erhalten könnten, wie das Materielle sich die Form erhält], wenn nicht des Menschen physischer Leib durchsetzt wäre, durchtränkt wäre von dem zweiten Gliede seiner Wesenheit von dem Äther- oder Lebensleib. Dieser Äther- oder Lebensleib ist für den Geisteswissenschafter - [wie schon die letzte Woche hier gezeigt hat] - eine Wirklichkeit, eine höhere Wirklichkeit als der physische Leib, denn er ist der Bildner und Schöpfer des physischen Leibes. Dieser Ätherleib oder Lebensleib, der in einem jeden Augenblick Ihres Lebens ein Kämpfer ist gegen die Auflösung des physischen Leibes, denn in dem Augenblicke, in dem sich der Ätherkörper trennt [vom physischen Leib], [tritt der Tod ein], ist der physische Leib Leichnam. Diesen Äther- oder Lebensleib hat der Mensch gemeinschaftlich mit allen Lebewesen, Pflanzen und Tieren. Das dritte [Glied nennen wir in der geistigen Wissenschaft aus guten Gründen Astralleib]. Der astralische Leib ist Träger von Lust und Leid, von Freude und Schmerz, allen Instinkten, Trieben, Leidenschaften, Vorstellungen und Gefühlen, von all dem, was in des Menschen Inneren lebt. Dieser astralische Leib ist drittes Glied der menschlichen Wesenheit. Er hat es gemeinschaftlich nur mehr mit der Tierwelt, nicht mehr mit der Pflanzenwelt. [Dann haben wir vor acht Tagen schon angeführt] das vierte Glied der menschlichen Wesenheit, durch das der Mensch die Krone der irdischen Schöpfung ist, dasjenige, von dem wir sagen könnten, dass es in der deutschen Sprache mit dem einzigen Namen bezeichnet wird, der sich von allen Namen unterscheidet, der Name unseres Ichs. Der Ich-Name, wenn man darüber nachdenkt, zeigt uns die Wesenheit des [Ichs], an. [Aber wenden Sie sich zunächst einmal zu] Fichte, [der den Ausspruch getan hat]:
Cite:
GA 68b/1907-10-31/p019 · edition original