32. Die Abstammung des Menschen
Aber der Mensch [als geistiges Wesen], als astralisches Wesen geht den Lebewesen voran. Er ist der Erstgeborene als Geistwesen. Von ihm [als Geistwesen] stammen [die anderen Wesenheiten], die unvollkommenen Wesen ab, von ihm, der [von Anfang an] alle Anlagen zur höchsten Vollkommenheit [in sich hat]. So war Mensch da als geistiges Wesen, bevor er als physisches [Wesen] da war. [Woher stammen wir also? Aus der Welt, die der Mensch gar nicht sieht]; der Mensch sieht nicht die Welt, in der die astralischen, ätherischen Körper heimisch sind. Da drinnen ist die Welt, aus der der Mensch wirklich abstammt. Daher stammt ursprünglich das, was höchstes Glied des Menschen ist, auf geheimvolle Art, [aus ihm heraus der astralische Leib, der ätherische und] als letztes Glied der physische Leib. Vom Göttlich-Geistigen stammt der Mensch ab, [vom Geistigen stammt der Mensch. Nur] dann betrachten wir das Erscheinen und Abstammung des Menschen im ganz richtigen Lichte, wenn [wir uns] wirklich [zu geistig-wissenschaftlicher Betrachtung erheben. Diese geisteswissenschaftlichen Blicke können im Lauf des Winters in Einzelheiten erläutert werden. Was nun als Programm erscheint, wird in seinen Einzelheiten klar werden. Das wird sich zeigen ...] Das Physische ist aus dem Geistigen heraus geboren. Das Geistige ist etwas, was alles durchdringt, das haben [vor allen Dingen] immer die[jenigen] empfunden, dass der Mensch aus dem Geistigen heraus stammt, die durch ihre gute Anlagen und Erkenntnis keinen materialistischen Sinn [und keine materialistischen Denkgewohnheiten] hatten. Von [den] Gesetzen, die als geistige die ganze Welt durchdringen und durchklingen, von solchen Gesetzen heraus erscheint der Mensch den Geistesforschern stammend. Damit ist Geistesforschung auf keinem anderen Gesichtspunkte stehend, als auf dem[jenigen] Goethes, [den wir als echten Geistesforscher erkannt haben, und den er] in den verschiedensten Formen zum Ausdruck gebracht hat, [unter anderem in jener wunderbaren Gedichtreihe, die mit] «Gott und Welt» [überschrieben ist], in der ein schönes Gedicht ist, «Orphische Urworte», von dem uns heute insbesondere aber die erste Strophe interessiert, weil sie uns zeigt, wie sich Goethe bewusst war der Tatsachen, von denen wir heute gesprochen haben. Er will [in seiner ersten Strophe uns] zeigen, wie das, was im Menschen geistig ist, was von höheren Gesetzen abstammt [als von physischen Gesetzen, die durch äußerliche Sinnestatsachen erklärt werden], auch nicht zerstückelt werden kann durch die Mächte des Zeitlichen, nicht zerstückelt werden kann durch Kräfte des Sinnlichen. [Das will er ausdrücken, wenn er] eine uralte heilige Anschauung anknüpft an [seine eigene Zerstückelung]: Ich und Geistesmenschen sind nicht gebunden an sinn[lich]-physische Gesetze des Leibes, den sie selbst [erst] hervorgebracht, aufgebaut, verwandelt haben, sie sind in ihrem Wesen ewig und unveränderlich, indem sie das verwandeln und umbilden, das sie selbst [als das Ich und astralischer Leib] hervorgebracht haben.
Cite:
GA 68b/1907-10-31/p053 · edition original