34. Erdenanfang und Erdenende
Da die Theosophie auf ganz andere Quellen sich beruft als die kombinierende Art unserer heutigen Zeitgenossen, [auf festen Tatsachen ein Ereignis zu zimmern], so mag es anfangs erscheinen, als bestände ein herber Widerspruch zwischen dem, was Naturwissenschaft ist, und dem, was die Geisteswissenschaft zu sagen hat; doch nichts von dem, was die Naturwissenschaft sagt, leugnet die Geisteswissenschaft. Aber bei einem solchen Thema wie dem heutigen, wo wir zusammenschließen den fernen Anfang der Menschheit und das Ziel der Menschheitsentwicklung in der fernen Zukunft, da wird der Widerspruch der Geisteswissenschaft gegen die Naturwissenschaft scheinbar da sein. In Wirklichkeit steht die Geisteswissenschaft fest auf dem Boden der naturwissenschaftlichen Tatsachen. Fragen wir zunächst: Was hat die Naturwissenschaft über unser Thema zu sagen, und mit welchen Mitteln sucht sie die allmähliche Entfaltung unserer Erdengeschöpfe zu erkennen?
Cite:
GA 68b/1907-12-16/p019 · edition original