34. Erdenanfang und Erdenende

GA 68b/1907-12-16/p034 ·1907-12-16 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

Da hinzu tritt noch ein viertes Glied der menschlichen Wesenheit, der eigentliche Mittelpunkt des Menschen, durch welchen er die Krone der Erdenschöpfung ist. Eines wird von unseren zeitgenössischen Forschern niemals berücksichtigt in der richtigen Weise. Es gibt einen Namen, den jeder nur zu sich sagen kann; es ist der Name «Ich». Zum Pult kann jeder sagen «Pult», zum Tisch kann jeder sagen «Tisch». Aber eines gibt es, was jeder nur zu sich selber sagen kann, das ist das Wörtchen «Ich»! Es ist mehr damit gesagt, als man gewöhnlich glaubt. «Ich» kann keiner von uns zu einem andern sagen; es muss im Innersten der Seele selbst ertönen, wenn es bezeichnen soll, was in Wirklichkeit damit gemeint ist. Daher nannten die, welche wussten, welche Bedeutung dieses Wort hat, dies «Ich» den «unaussprechlichen Namen Gottes», Sie sagten: Wenn dieses «Ich» im Innern des Menschen ertönt, dann kündet sich der Tropfen der Gottheit, der Funken der Gottheit im Menschen an. Da führt die Seele Zwiesprache mit sich selber. Dahin hat nur Zugang das eigentlich göttliche Wesen. Das hat in der Seele Zugang dadurch, dass das «Ich bin» ausgesprochen wird. Jean Paul erinnert sich an den Moment, wo ihm zuerst das Bewusstsein aufging des «Ich bin». Da, sagt er, habe er «in das verhangene Allerheiligste seiner Seele» hineingeschaut.

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Cite: GA 68b/1907-12-16/p034 · edition original