{"corpus":"steiner","locus":"GA 68b/1907-12-16/p065","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das Auge ist gebildet vom Geist. Es nimmt jetzt wahr die materielle Welt. Das Auge [als Organ] wird wieder vergehen; aber was das Auge gesehen hat, das nimmt der menschliche Geist als Frucht mit sich, das verleibt er sich ein. Ebenso werden die Ohren als Organe vergehen; aber was der Mensch mit ihnen gehört hat, das nimmt sein Geist als Frucht mit. Nicht umsonst hat der Mensch sich Organe gebildet; wenn alles Materielle aufhört, wird er dastehen als geistiges Wesen, reifer, innerlicher, vollendeter. [Einstmals wird alles Physische vollendet werden; die Erde wird zerbröckeln in einzelne Teile.] Dass die Erde einmal sich auflösen wird, das lehrt auch die Physik. Was aber bleibt [für den Materialisten] von [dem Leichenfeld] der Erde? Wenn wir es im materialistischen Sinne betrachten, bleibt nur das öde Nichts. Im Sinne der Geisteswissenschaft aber wissen wir: Alles, was durch diese sinnlichen Organe gesehen, gehört, empfunden wurde, das wird bleiben als Inhalt des Geistesmenschen, und mit diesem Inhalt wird der Mensch [in anderen Welten, noch ungekannten] zu einem neuen kosmischen Dasein aufsteigen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"34. Erdenanfang und Erdenende","site_heading":null,"date":"1907-12-16","location":null,"word_count":173,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/68b/1907-12-16/p065","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/68b/1907-12-16/p065"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/68b/1907-12-16/p065","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.","evidence_translation":"Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one."}}