8. Das Geheimnis des Todes und das Rätsel des Lebens

GA 68b/1908-02-01/p003 ·1908-02-01 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

Jede tiefere Seele muss sich immer wieder vorlegen die Frage nach dem Sinn des Lebens, muss sich immer von Neuem fragen nach dem Geheimnis des Todes. Nicht nur, wenn wir den Blick hinaufrichten in die Sternenräume, in die Weltenfernen, sondern bei jedem Schritt des alltäglichen Lebens steigen Fragen nach den wesentlichen Rätseln des Lebens auf. Wenn der eine Mensch geboren wird unter solchen Verhältnissen, dass wir schon an seiner Wiege voraussehen können, dass Hoffnungslosigkeit und Mühsal ihn durchs Leben begleiten werden, der andere dagegen unter den günstigsten Verhältnissen und Anlagen, dass man von ihm weiß, er wird selbst zu einem glücklichen Leben bestimmt sein und seinen Mitmenschen viel Segen bringen können, da fragen wir: Warum ist das so? Wir fragen: Wie kommt es, dass der eine scheinbar ohne eigene Schuld in Not und Elend geboren wird und aufwächst, und der andere scheinbar ohne Verdienst ein glückliches Dasein führen kann?

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