8. Das Geheimnis des Todes und das Rätsel des Lebens
Im Zustand des Schlafes und im Zustand des Todes sind diese vier Glieder in anderen Verhältnissen vorhanden. Der Zustand des Schlafes wird genannt auch der Bruder des Todes. Wenn der Mensch abends einschläft, dann sinken in ein unbestimmtes Dunkel hinein Lust und Leid, Freude und Schmerz, alles das, wovon der astrale Leib der Träger ist. Auch das Ich sinkt in ein unbestimmtes Dunkel hinunter, wenn der Mensch abends einschläft. Für den, der den Menschen vom Standpunkt der Geisteswissenschaft aus betrachtet, stellt sich der Zustand des schlafenden Menschen so dar, dass im Bette liegen der physische Leib und der Ätherleib; herausgehoben sind der Astralleib und das Ich. Bei dem heutigen Menschen haben der astralische Mensch und das Ich noch keine geistigen Wahrnehmungsorgane. Er braucht, um die Welt wahrzunehmen, noch die Organe des physischen und Ätherleibes. Sonst kann er nicht bewusst wahrnehmen. Naiv sagt der Mensch ganz richtig nicht: Mein Auge sieht, mein Ohr hört, sondern: Ich sehe, und: Ich höre. Die Sinnesorgane des physischen Leibes sind die Instrumente des Astralleibes und des Ich.
Cite:
GA 68b/1908-02-01/p009 · edition original