8. Das Geheimnis des Todes und das Rätsel des Lebens

GA 68b/1908-02-01/p016 ·1908-02-01 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

Diese Tatsache, dass der Mensch nach seinem Tode sein ganzes früheres Leben in einem Tableau vor sich sieht, und das ähnliche Erlebnis bei einem gewaltigen Schock haben wir so zu erklären: Der Ätherleib ist unter anderem auch der Träger des Gedächtnisses. Im gewöhnlichen Leben ist er mit dem physischen Gehirn verbunden. In dem Augenblicke, wo der Träger des Gedächtnisses befreit ist von dem physischen Gehirn, solange aber der Astralleib noch darinnen steckt im Ätherleib, da tritt das ganze Leben als großes Erinnerungstableau vor der Seele des Menschen auf. Nach und nach schwindet es hinunter in das Dunkel, und ein zweiter Leichnam bleibt vom Menschen zurück. Von dem Äther- oder Lebensleib bleibt ihm wie eine Essenz, wie ein Extrakt des großen Erinnerungsbildes, etwas, wie wenn man den Inhalt eines großen Buches zusammengefasst hätte in eine Seite. So bleibt uns aus diesem Erinnerungstableau nach dem Tode die Essenz des Erdenlebens; die wird einverleibt dem astralischen Leibe auf seiner Wanderung nach dem Tode.

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