8. Das Geheimnis des Todes und das Rätsel des Lebens

GA 68b/1908-02-01/p017 ·1908-02-01 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

Nun ist der Mensch noch bestehend aus seinem Ich, dem astralischen Leibe und der eingeprägten Essenz seines letzten Lebens. Wenn wir wissen wollen, was der astralische Leib nach dem Tode für Schicksal hat, müssen wir uns erinnern an die Erlebnisse des gewöhnlichen Lebens. Sehen wir, was da eigentlich den Genuss erlebt an den physischen Dingen. Das ist der astralische Leib, der die physischen Organe nur als Werkzeuge benutzt. Zum Beispiel beim Feinschmecker ist es auch der astralische Leib, dem die physischen Organe nur als Werkzeug dienen. Der Astralleib aber ist es, der die Begierde hat nach den leckeren Speisen. Versetzen wir uns einmal in den astralischen Leib nach dem Tode. Er hat dieselben Begierden und Instinkte, wie er vorher gehabt hat, aber es fehlen ihm jetzt die Instrumente, sie zu befriedigen. Der Astralleib ist jetzt in einer besonderen Lage. Er hat die Begierden, aber keine Werkzeuge, sie zu befriedigen. Da ist der Mensch in einem Zustande brennenden Durstes. Je mehr der Mensch hängt an alledem, was nur durch den physischen Leib befriedigt werden kann, desto brennender ist der Durst. So lange dauert dieser Durst, bis der astralische Leib erkennen kann, dass er diese Begierden sich abgewöhnen muss. Man nennt die Zeit des brennenden Durstes die Kamaloka-Zeit; Kama — Begierde; Loka - Ort. Es ist die Summe der Erlebnisse, die nur durch den physischen Leib befriedigt werden können und abgewöhnt werden müssen.

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