8. Das Geheimnis des Todes und das Rätsel des Lebens

GA 68b/1908-02-01/p024 ·1908-02-01 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

Das Ich bereitet sich vor, einen neuen Menschen aufzubauen. So, wie wir sind, haben wir uns selbst aufgebaut. Nur die äußere Anlage und noch etwas von dem, was im Ätherleib ist, hat uns die Vererbung gebracht. Was wir schon beim kindlichen Leibe sich herausgestalten sehen, das brauchte diese lange Zeit nach dem Tode, um zu verwerten die Früchte des letzten Lebens. Jedes Mal beim Tode nimmt der Mensch einen solchen Extrakt des letzten Lebens mit. Jedes Mal baut der Mensch sich durch das, was er erfahren hat, ein neues Leben auf. Zu dem, was wir uns mitgebracht haben aus früheren Leben, kommt nach dem Tode der Extrakt des letzten Lebens dazu. Dieses Hineinbringen der Frucht des letzten Menschenlebens und deren Verwendung, das empfindet das Ich als Beseligung. So arbeitet das Ich daran, diese Frucht des letzten Lebens zu verwenden zum Aufbau eines neuen Menschen. Die physische Vererbung gibt die Bausteine. Wie sie zusammengefügt werden, das rührt vom letzten Leben her. In dem Extrakt des letzten Lebens liegt die Ausgestaltung des neuen Lebens.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/68b/1908-02-01/p024.json
Cite: GA 68b/1908-02-01/p024 · edition original