{"corpus":"steiner","locus":"GA 68b/1909-02-13/p019","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Diese Theorie, die einen Urnebel annimmt, diesen rotieren lässt, absondern lässt die Ringe und Planeten, sie versinnlicht sehr schön in unseren Schulen, sehr niedlich, im Kleinen die Entstehung eines Weltsystems. Man nimmt eine gewisse Substanz, die auf dem Wasser schwimmt, macht große Tropfen daraus, schneidet ein Kartenblatt rund aus und schiebt es in die Äquatorrichtung hinein. Dann nimmt man eine Stecknadel, steckt sie hinein, bringt den Tropfen zur Drehung. Tröpfchen sondern sich ab und rotieren. Man hat ein schönes, niedliches, kleines Planetensystem; in der Mitte die Sonne und ringsherum die Planeten. Wie könnte man, so meinen die Leute, anschaulicher zeigen, dass wirklich durch so etwas die Sache entstanden sein kann. Man sieht es ja im Kleinen entstehen. Das ist ja ein augenscheinlicher Beweis. Das ist recht hübsch. Nur ist das ein inneres Wagenschieber-Denken. Der Experimentator hat nämlich vergessen, dass er da dreht und dass das Niedliche nicht entstehen würde, wenn er nicht drehen würde. Nicht wahr, man braucht natürlich durchaus nicht zu denken, dass ein Riese da draußen steht im Raum, der den Urnebel in Drehung versetzt. Aber man darf nicht die geistigen Untergründe, die zugrunde liegen müssen demjenigen, was sich mechanisch vollzieht, vergessen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"49. Die praktische Ausbildung des Denkens","site_heading":null,"date":"1909-02-13","location":null,"word_count":194,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/68b/1909-02-13/p019","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/68b/1909-02-13/p019"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/68b/1909-02-13/p019","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.","evidence_translation":"Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one."}}