49. Die praktische Ausbildung des Denkens

GA 68b/1909-02-13/p022 ·1909-02-13 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

Aristoteles hat das Wort geprägt: Was der Mensch zuletzt findet in den Dingen, ist zuerst hineingelegt. Wenn der Mensch zuletzt Gedanken findet, so findet er sie deshalb, weil sie zuerst hineingelegt worden sind in die Dinge. Dann aber, wenn man dies ernst nimmt, gewinnt man vor allen Dingen das, was man nennen könnte: Vertrauen zu einem solchen Denken, das mit der Wirklichkeit im Bunde stehen will. Wenn ich weiß, dass nicht nur da drinnen — wie das materialistische Denken glaubt — gedacht wird, sondern dass alles gedacht ist, was mir entgegentritt, dann werde ich suchen, in den Dingen die Gedanken zu schauen, mich an die Dinge zu halten, wenn ich denken soll.

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Cite: GA 68b/1909-02-13/p022 · edition original