{"corpus":"steiner","locus":"GA 68b/1909-10-21/p039","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dafür ist gesorgt durch die weisheitsvolle Einrichtung der Welt, dass das Ich durch andere Kräfte, als diejenigen sind, zu denen es noch nicht reif geworden ist, zu dem Rechten — wenigstens teilweise — hingelenkt wird. Bevor das Ich dazu reif ist, aus der Gelassenheit heraus zu handeln, handelt es aus dem Affekt, aus dem Zorn heraus. Hier sehen wir dieses menschliche Ich im Laufe der Entwicklung zwar arbeiten an dem menschlichen Astralleib, sodass sich im Laufe der Entwicklung der Astralleib so weiterentwickelt, dass die Gelassenheit aufblüht; aber solange das Ich noch nicht imstande ist, diese Reife zu erlangen, will es nicht an dieser Gelassenheit arbeiten, da soll der Mensch durch etwas, das in ihm ist, hingetrieben werden, irgendetwas zu tun. Eine solche Einrichtung, und zwar eine ganz Wesentliche, welche das Ich reif werden lässt innerhalb des astralischen Leibes und dennoch es antreibt, sich in ein gewisses Verhältnis zu seinen Mitmenschen zu setzen, bevor es reif ist, eine solche Einrichtung im Astralleib ist der Zorn. So wie zum Beispiel die äußere Natur in ihrem Pflanzenreich, in ihrem Tierreich weisheitsvoll eingerichtet ist, so ist auch alles dasjenige, was wir astralische Natur der Menschen nennen können, weisheitsvoll eingerichtet. Es ist so eingerichtet, dass die Menschen in ein Verhältnis zueinander treten, bevor sie aus ihrer Urteilskraft heraus sich selbst anhand ihrer Ideale von Gerechtigkeit und Liebe zu einem vollständig richtigen Verhältnis aufbauen können. Der Vorläufer der Gelassenheit ist der Zorn.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"52. Die Mission des Zornes. Der gefesselte Prometheus","site_heading":null,"date":"1909-10-21","location":null,"word_count":236,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/68b/1909-10-21/p039","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/68b/1909-10-21/p039"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/68b/1909-10-21/p039","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.","evidence_translation":"Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one."}}