52. Die Mission des Zornes. Der gefesselte Prometheus

GA 68b/1909-10-21/p042 ·1909-10-21 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

Das kann man verstehen, wenn man in die Waagschale wirft, dass das, was in Wirklichkeit zur Urteilskraft werden soll, ins Extrem auszuarten droht. Wenn wir auf die verschiedenen Verkörperungen Rücksicht nehmen, so können wir sagen: Was der Mensch als Gerechtigkeit und als Liebeanlagen mit sich bringt, das reicht zurück in die Zeit, wo er noch nicht hat erkennen können, wie der richtige Ausgleich sein müsste, wo er noch keine Ahnung hatte von dem wahren Liebegefühl, um dieses oder jenes erfüllen zu können, wo aber das auftritt, was Zorn ist. Wie die Morgenröte der Sonne, so leuchtet die Zornmütigkeit, der edle Zorn, der Liebe voran. In Weisheit haben die Mächte, welche die Welt lenken, in den astralischen Leib hinein die Zornmütigkeit gelegt, bevor ein volles Bewusstsein der Liebe ausgebildet werden kann, bevor in voller Gerechtigkeit in der Seele die Liebe werden kann.

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