53. Der menschliche Charakter

GA 68b/1909-10-29/p029 ·1909-10-29 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

[Ich habe] schon in einem Beispiel aus der Kunst auf das Verlieren der Herrschaft über die einzelnen Teile hingewiesen, wo das Ich hinuntergesunken ist in den Selbstverlust. Dieses Kunstwerk ist der berühmte Laokoon: ein Priester mit seinen zwei Söhnen dastehend und umwunden von den Schlangen. Viele Menschen haben danach gestrebt, dieses Kunstwerk sich zum Verständnis zu bringen. ... Das alles ist in wunderbarer Weise ausgedrückt muss man ... in richtiger Weise verstehen. /Größere L cken; wohl Beschreibung des «Laokoon».] Im Verständnis dieses Kunstwerkes haben selbst die, welche sich ihm mit Ergebung gewidmet haben, manch Irrtümliches gesagt. Winckelmann, der in der Kunstbetrachtung Lehrer Lessings und Goethes geworden ist, er betrachtete den Laokoon so, dass er sagte, es sei besonders schön, dass hier

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