53. Der menschliche Charakter

GA 68b/1909-10-29/p053 ·1909-10-29 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

Alles, was im Leben geschieht, ist an dem mittleren Teil am stärksten ausgeprägt. Wenn das Ich die Gemütsseele besonders anschlägt, von oben die Bewusstseinsseele und von unten die Empfindungsseele spielen lässt, wenn ein Gleichmaß in der Verstandesseele ist, dann ist das in der physiognomischen Gestalt so ausgedrückt, dass der mittlere Teil des Gesichts einen besonderen Ausdruck hat. Ein solches Gleichmaß im Seelenleben findet der, der das Leben beobachten kann, bei den Griechen. Daher wird die berühmte griechische Nase als ein Vorbild des Menschenleibes für die ganze Bildhauerei angesehen. Im Griechentum wird das ganze menschliche Antlitz auf die menschliche Nase hin reduziert.

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