53. Der menschliche Charakter
So prägt sich das, was Geist und Seele ist, in der äußeren Leiblichkeit aus, und der Leib wird ein Spiegelbild des Geistes, wird selbst ein Charakter. Phrenologie kann, wenn sie nicht in d[iesJer Weise auf die Dinge eingehen will, zur Torheit werden. Wenn wir [aber] so die Dinge betrachten, sehen wir das, was Goethe die schöpferische Natur nennt, im Gegensatz zur geschaffenen. So erfassen wir das den Kosmos durchwebende Werden des Geistes, das sich in der äußeren Erscheinung ausprägt.
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GA 68b/1909-10-29/p062 · edition original