53. Der menschliche Charakter

GA 68b/1909-10-29/p065 ·1909-10-29 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

Wenn der Dichter herangeht an diese Erscheinungen, so kann sich in aller Tiefe ihm ergeben, dass ihn etwas durchfloss, in seiner ganzen Art und Weise ... So kann sich ergeben dem, der das Leben betrachtet, wie das Leben von innen heraus geformt wird. Die Natur ist es, die in ihrem Festen da steht. Sie ist aber dasjenige, was den Geist in sich enthält und aus sich herausgeboren werden lässt. Der Geist aber lässt wieder Natur aus sich herausgehen, im mimischen Spiel, [in der] Physiognomie, [in der] Formung der Schädeldecke. Er prägt der Materie wiederum ein durch das Ich dasjenige, was das Ich in den verborgenen Tiefen der Seele auf jenem wunderbaren Musikinstrument spielt.

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