{"corpus":"steiner","locus":"GA 68b/1910-03-12/p039","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Derjenige Weg, welcher uns sozusagen in der allermildesten Form anzeigt, wie der Mensch gleichsam so aus seinen gewöhnlichen Leibesfähigkeiten heraustritt, der Außenwelt als geistig gegenüber, der gelindeste Grad ist derjenige, den man genannt hat Ekstase. Diese ist eigentlich nichts Gutes. Sie bringt den Menschen allerdings dazu, dass er in gewisser Weise sich über sein physisches Sehen und Hören und Begreifen und Verstehen erhebt zu einer Art von geistiger Anschauung der Außenwelt, aber diese Ekstase, wie sie so häufig geschildert wird, verdunkelt damit das unmittelbare Ichbewusstsein. Der Mensch ist dann außer sich; er trägt sein Ich nicht in die Welt der geistigen Erlebnisse hinein. Wie der Schlaf einen Schleier gleichsam ausbreitet über das, was wir erleben würden zu unserem Unheil, weil wir dadurch selbstsüchtig werden müssten, so breitet sich aus der Schleier der äußeren Wirklichkeit über die dahinter liegende geistige Welt, und auch das tritt wie eine wohltätige Wirkung dem Menschen gegenüber auf, der unvorbereitet an diese geistige Welt herantreten wollte.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"55. Die Mission der Andacht","site_heading":null,"date":"1910-03-12","location":null,"word_count":160,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/68b/1910-03-12/p039","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/68b/1910-03-12/p039"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/68b/1910-03-12/p039","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.","evidence_translation":"Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one."}}