55. Die Mission der Andacht

GA 68b/1910-03-12/p044 ·1910-03-12 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

Man kommt über diese Sache nicht hinaus, wenn man aufrichtig ist. Deshalb darf es einen auch nicht überraschen; wenn ein höchstes Erkennen eines Unbekannten hinter den Dingen zuerst in uns auftritt in jenem hingebungsvollen Gefühl, das wir als die Andacht bezeichnen. Und wenn diese Andacht, die in uns waltet und wirkt und webt an unserer Seele, bevor wir etwas erkannt haben, das wir andächtig verehren, wenn dieses Gefühl selber dasjenige ist, was uns hinaufführt, sozusagen den Berg hinaufführt zu dem, was sich dann unserem Erkennen ergibt — das ist Andacht im höchsten Sinne des Wortes.

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Cite: GA 68b/1910-03-12/p044 · edition original