X. Das Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie

GA 68c/1904-04-04/p050 ·1904-04-04 · original (original)
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Nicht dem Angriff, sondern dem Schutz sollte das Schwert dienen. Die Harmonie soll herbeigeführt werden und nicht der Streit. Nach diesem Vorgang ist der Jüngling initiiert mit den drei Seelenkräften. Der vierte König aber hat nichts mehr zu sagen; er [sinkt] in sich selbst zusammen. Der Tempel ist hinaufgestiegen aus der Verborgenheit in das helle Tageslicht. In dem Tempel erhebt sich ein kleiner silberner Tempel, dieser ist nichts anderes als die verwandelte Hütte des Fährmanns. Es ist ein bedeutsamer Zug, dass Goethe die Hütte des Fährmanns als desjenigen, der uns herüberbringt [aus dem] Land des Geistes, sich in lauteres, getriebenes Silber verwandeln lässt, sodass sie selbst zu einem kleinen Altar, einem kleinen Tempel, zu einem Allerheiligsten geworden ist. Diese Hütte, welche dasjenige darstellt, was im Menschen das Heiligste ist, sein tiefster Wesenskern, den er sich bewahrt hat als eine Erinnerung an das Land, aus dem er stammt, von welchem er gekommen ist und zu dem ihn der Fährmann nicht wieder zurückbringen kann. Sie [die Hütte] stellt dasjenige dar, was vor unserer Entwicklung war; sie ist die Erinnerung, dass wir vom Geiste abstammen. Diese Erinnerung steht als Allerheiligstes im Tempel, in seinem Heiligtum.

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