{"corpus":"steiner","locus":"GA 68c/1909-11-28/p004","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"In Bezug auf den physischen Leib hat der Mensch es nicht in seiner Willkür, dieses Ich, das sich in ihm fester geltend macht, als es sollte, [zu zügeln. Es geht nicht]. Warum tut es das? Weil der Mensch einmal in seiner Entwicklung einen Einfluss in der lemurischen Zeit erfahren hat, den luziferischen Einfluss. Der Mensch ist durchsetzt von den luziferischen Wesenheiten. Auf allen drei Leibesgebieten macht sich das geltend. [Später wird es dem Menschen gelingen, auf alle drei Leiber zu wirken; jetzt gelingt es ihm bloß auf seinen astralischen Leib, auf seine Begierden und Leidenschaften.] Sie wissen, dass der Mensch immer mehr und mehr fähig wird, die Leiber umzuarbeiten. Heute hat er dies in der Hand beim astralischen Leib. Schwieriger ist es beim Ätherleib. Und beim physischen Leib [hat er willkürlich gar keinen Einfluss], liegt das erst in einer fernen Zukunft. Es wird erst möglich werden durch die okkulte Entwicklung des Atmungsprozesses, [da entwickelt er «Atma» in sich, was durch ein besonderes Atmen geschieht]. Der Teil vom Ätherleib, den wir umarbeiten, [entwickelt «Budhi» in sich, und jetzt, wo er auf seinen Astralleib wirken kann, entwickelt er «Manas», Diese Einwirkungen sind Umbildungen der verschiedenen Leiber. Die seinerzeit stattgefundene Beeinflussung durch luziferische Wesenheiten bezeichnet man mit «Schlange», und durch diese Beeinflussung des Menschen wurde das Ich des Menschen zur stärkeren Betätigung gebracht.] Wenn heute das Ich sich stärker geltend macht im physischen Leib, als das ohne den luziferischen Einfluss in der lemurischen Zeit wäre — Schlange im Paradies —, so kann der Mensch nichts machen. Luzifer bringt eben das Ich zu intensiverer Wirkung im physischen Leib. Das Erste, was dadurch entstanden ist, ist der Tod. Der Tod ist die unmittelbare Folge eines verstärkten Ichs. [Und der Tod wird nicht mehr kommen, wenn der Einfluss der luziferischen Wesenheiten überwunden ist.]","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"XXIX. Das Wesen des Egoismus (Goethes «Wilhelm Meister»)","site_heading":null,"date":"1909-11-28","location":null,"word_count":297,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/68c/1909-11-28/p004","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/68c/1909-11-28/p004"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/68c/1909-11-28/p004","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}