XXXI. Die Mission der Wahrheit

GA 68c/1909-12-06/p026 ·1909-12-06 · original (original)
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Goethe hat sich wohl ausgesprochen über die Leute, die da sagen: Ja, was Goethe in der Jugend geschrieben hat, da kann man mitgehen, das ist alles voller dichterischer Ursprünglichkeit; aber was Goethe als Alter zusammenallegorisiert hat, das kann kein vernünftiger Mensch verstehen. Das war nämlich schon bei Goethes Lebzeiten so — nicht beim Faust, aber in Bezug auf die anderen Alterswerke — Goethe selber hat keineswegs den ersten Teil des «Faust», der so bewundert wird, aufs Höchste geschätzt. Er wusste, was er darauf verwandt hatte, um sich immer höher und höher zu entwickeln; er wusste in sich selber, wie hoch seine späteren Werke über seinen früheren stünden. Und da sagt er etwas unhöflich, aber deutlich:

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