8. Die Erziehung des Kindes vom Standpunkte der Geisteswissenschaft
Auf keinem Gebiete nun zeigt sich das eminent Praktische der theosophischen Weltanschauung mehr als auf dem Gebiet der Erziehung des Kindes. Im Kinde haben wir täglich sozusagen vor uns das Rätsel, das in der Zukunft verborgen liegt. Und täglich haben wir das Rätsel von Neuem zu lösen. Denn das Kind von sieben Jahren ist nicht dasselbe Kind, das es mit sechs Jahren war, und das von vierzehn oder sechzehn Jahren nicht dasselbe wie ein zwölfjähriges. Erst wenn wir im Einklang sind mit den tiefen Kräften, die im Verborgenen wirken, erst dann können wir herantreten an die zahlreichen Fragen auf dem pädagogischen Gebiet, die so brennend sind für die Menschheit von heute. Eine wirkliche Orientierung in allen diesen Fragen wird erst dann möglich sein, wenn die theosophische Anschauung den Verstand der Menschen beherrschen wird.
Cite:
GA 68d/1907-01-10/p006 · edition original