8. Die Erziehung des Kindes vom Standpunkte der Geisteswissenschaft

GA 68d/1907-01-10/p007 ·1907-01-10 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Heute wollen wir die Mission, welche die Theosophie in der modernen Kultur hat in Bezug auf die Erziehungsfragen, ein wenig näher betrachten. Dazu ist es nötig, dass wir das ganze Gefüge der menschlichen Natur kennen. Wir wissen, dass im Sinne der Geisteswissenschaft der Mensch ein kompliziertes Gebilde ist. Der materielle Körper ist für den, der tiefer hineinschaut, nur ein Teil der menschlichen Wesenheit. Dieser physische Körper vereint in sich ganz dieselben Stoffe, wie sie in der äußeren Natur auch vorhanden sind. Im Körper des Menschen sind sie vereint in höchst komplizierter Wechselwirkung. Die Naturwissenschaft sagt uns: Wenn wir eine Maschine betrachten, so sehen wir in ihr das Wirken der Stoffe, aus denen sie zusammengesetzt ist; betrachten wir aber ein lebendiges Wesen, so sehen wir kein bloßes Gefüge toter Stoffe, sondern einen Körper, der durchdrungen ist von Lebendigem, das die physischen Kräfte regelt, sie aufruft zum Leben.

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