8. Die Erziehung des Kindes vom Standpunkte der Geisteswissenschaft

GA 68d/1907-01-10/p009 ·1907-01-10 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Wenn es einen Menschen gäbe, der keine Augen besäße, dafür aber Organe, um zum Beispiel die Elektrizität wahrzunehmen, wenn ein solcher Mensch die Kräfte arbeiten sehen könnte, die das Licht hier im Saal entzünden, die draußen in den telegrafischen Leitungen hin und her spielen, wie ganz anders würde sich die Welt für einen solchen Menschen ausnehmen! Mit jedem neuen Organ entstehen neue Welten für den Menschen, und in ihm liegen schlummernd die Organe, die ihm die höheren Welten wahrnehmbar machen. Sie können entwickelt werden. Niemand kann mit Recht behaupten, es könne solche Welten nicht geben. Es würde ebenso sein, wenn er sagen würde, es gibt keine höheren Welten, weil ich sie nicht sehen kann, es würde dasselbe sein, als wenn der Blinde von der Farbe sagen wollte, es gibt sie nicht, weil er sie nicht wahrnehmen kann.

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