8. Die Erziehung des Kindes vom Standpunkte der Geisteswissenschaft

GA 68d/1907-01-10/p013 ·1907-01-10 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Nun versteht man aber als Erzieher zu wirken nur dann, wenn man diese Gliederung des Menschen richtig versteht, wenn man weiß, dass sie nicht die gleiche Rolle spielt beim eben geborenen Kinde wie beim Kinde von sieben oder vierzehn Jahren, wenn man weiß, dass die Entwicklung dieser Glieder eine verschiedene ist auf jeder Altersstufe des jugendlichen Menschen. Erst wenn man alles das weiß, kann man das Rätsel lösen, das uns das Kind Tag für Tag aufgibt. Und verstehen lernen wir alles das am besten, wenn wir davon ausgehen, dass wir sehen, wie der Mensch vor seiner Geburt lebt.

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