8. Die Erziehung des Kindes vom Standpunkte der Geisteswissenschaft

GA 68d/1907-01-10/p021 ·1907-01-10 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Wir sehen daraus, wie weit die Vermeidung alles dessen gehen muss, von dem man nicht wünscht, dass das Kind es nachahme, wenn es auch den Erwachsenen gestattet ist. Wer ein wenig beobachtet, sieht, dass Kinder Schriftzüge nachmalen — wie Zeichen, ohne den Sinn zu verstehen. Der Sinn des Geschriebenen kann dem Kinde erst vermittelt werden, wenn der Ätherleib geboren ist; nachahmen kann es die Schriftzüge aber schon vorher. Man sollte das Schreibenlernen damit beginnen, dass man das Kind zuerst die Formen der Buchstaben nachmalen lässt. Später kann man ihm dann erklären, was es schon machen kann.

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