8. Die Erziehung des Kindes vom Standpunkte der Geisteswissenschaft

GA 68d/1907-01-10/p024 ·1907-01-10 · original (original)
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Die Erziehung hat dafür zu sorgen, dass dasjenige berücksichtigt wird, was ein Gradmesser des inneren Gedeihens ist: Lust und Freude. Die sind nicht umsonst da; sie sollen nicht unterdrückt werden, besonders nicht im kindlichen Alter. Nicht unterdrückt sollen sie werden, sondern veredelt. So zeigt sich zum Beispiel das Bedürfnis des Leibes nach einer bestimmten Nahrung dadurch, dass man Lust dazu hat. Dadurch zeigt der Leib an, dass er sie braucht zu seinem Gedeihen. Alles, was Freude macht, Interesse erregt, wirkt Organ schaffend. Die Organe werden lebendig gemacht dadurch, und geregelt.

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