8. Die Erziehung des Kindes vom Standpunkte der Geisteswissenschaft

GA 68d/1907-01-10/p030 ·1907-01-10 · original (original)
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Es ist ein großer Unterschied, ob man ein Kind sich so entwickeln lässt, dass es aus einzelnen Teilen künstliche Gebilde zusammensetzt, oder etwas Lebendiges vor sich hat. Es wird eine Zeit kommen, die nicht mehr den Baukasten anbeten wird. Wahrlich, der Okkultist sollte nicht sentimental werden, doch hier liegt ein Punkt, wo er versucht wird, es zu werden. Er sieht die materialistische Denkweise in den zarten, kindlichen heranwachsenden Menschen sich entwickeln und weiß, sie kommt mit daher, weil sie in der Kinderstube aus toten Einzeldingen ein Totes zusammengesetzt haben. Wie die Bausteine ein Lebloses ergeben, so erzielt die materialistische Anschauungsweise eine leblose Weltentwicklung. Das Gehirn des Materialisten ist verkümmert, es kann nicht zum Lebendigen hingeführt, nicht darauf hingewiesen werden.

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