8. Die Erziehung des Kindes vom Standpunkte der Geisteswissenschaft
Wenn man sich das klarmacht, das lebendig empfindet, wenn man diesen Vorgang nicht nur als einen Vergleich nimmt, sondern als den bildlichen Ausdruck einer höheren Wahrheit, dann fließt die Kraft dieser Vorstellung in die kindliche Seele über. Überall, in allem sollte der Erzieher ein Gleichnis für das Ewige sehen und in die Kinderseele die Kraft dieses Gleichnisses hineingießen. Dann erst wird er fruchtbringend wirken können. Und dies ist nicht etwa bloß die Angelegenheit irgendeines dazu besonders Begabten oder Auserwählten, sondern jeder Erzieher kann so wirken, jeder Erzieher kann diese Dinge von Seele zu Seele vermitteln und kann so produktives Leben im Ätherleib des Kindes erwecken.
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GA 68d/1907-01-10/p034 · edition original