10. Das Wesen des Menschen

GA 68d/1907-07-02/p025 ·1907-07-02 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Machen wir uns das klar am Wasser und Eis. Eis ist Wasser, nur in anderer Form. So gewiss Eis wieder Wasser werden kann und ursprünglich Wasser ist, so gewiss zeigt die Geisteswissenschaft, dass alle Materie, aller Stoff, nichts anderes ist als verfestigtes Geistiges. So wahr Eis Wasser ist, so wahr ist es, dass alles, was im Menschen als Trieb, Begierde, Lust und Schmerz lebt, sich verdichtet hat, sich gleichsam kristallisiert zum physischen Leib. Der ist ein Geschöpf des Astralleibes, dieses dritten Gliedes der Menschennatur. Den hat der Mensch nicht mehr mit der Pflanze, sondern nur mit dem Tier gemeinsam.

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