10. Das Wesen des Menschen

GA 68d/1907-07-02/p030 ·1907-07-02 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Und in dieses verhangene Heiligtum sehen auch wir hinein, wenn wir zum ersten Male bewusst dieses Wörtchen «Ich» aussprechen. Das ist es, was den Menschen zur Krone der Erdenschöpfung macht, dies Ich, das den Körper durchglüht und durchströmt, das macht ihn zum heiligsten Wesen auf Erden! Damit bezeichnen wir das vierte Glied seiner Wesenheit. Das ist es, was in der pythagoräischen Schule als die heilige Vierheit zu verstehen ist. Wenn das im Menschen auftritt, dann ist er zu einer höheren Stufe der Erkenntnis aufgerückt, die geheimnisvoll ausdrückt das Tiefste in der Menschennatur. Doch das ist noch nicht alles.

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