10. Das Wesen des Menschen
Der Mensch kann nun auch an seinem Ätherleib oder Lebensleib arbeiten. Derselbe ist nicht nur der Träger der Ernährung, des Wachstums und der Fortpflanzungskräfte, sondern auch der Träger der bleibenden Gewohnheiten, des Charakters, des Gewissens, des Temperamentes. Ob ein Mensch gut oder schlecht ist — im normalen Sinne —, das hängt ab vom Astralleib, doch ob er ein Melancholiker oder ein Choleriker ist, hängt ab vom Ätherleibe. Denken sie einmal nach, wie wenig Sie als achtjähriges Kind gewusst haben. Sie haben seitdem viel gelernt, wenn Sie aber ein jähzorniges Kind waren, dann wird der Jähzorn noch manchmal bei Ihnen durchbrechen, waren Sie ein melancholisches Kind, werden Sie noch manchmal mit Trübseligkeit zu kämpfen haben. Alles, was im Astralleib ist, verändert sich schnell, alles, was im Ätherleib verankert ist, ändert sich langsam, sodass man das Umarbeiten des Astralleibes mit dem Minutenzeiger, das des Ätherleibes mit dem Stundenzeiger der Uhr vergleichen könnte.
Cite:
GA 68d/1907-07-02/p035 · edition original