10. Das Wesen des Menschen

GA 68d/1907-07-02/p053 ·1907-07-02 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Wir können uns das klarmachen durch eine einfache Logik. In welcher Lage ist der Mensch nun, nach dem Tode? Denken wir zum Beispiel an einen Feinschmecker, der im Leben eine Leidenschaft, sagen wir, für Beefsteaks hatte. - Den Genuss davon hatte nicht der physische Leib, sondern der Astralleib, der der Träger der Begierden, Leidenschaften, Empfindungen und so weiter ist, doch er braucht den physischen Leib, um sich diesen Genuss zu verschaffen; der ist sein Instrument gewissermaßen. Nun hat er nach dem Tode den physischen Leib abgelegt, hat also kein Instrument mehr, aber noch genau dieselbe Sehnsucht nach der Befriedigung seiner Begierden.

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