10. Das Wesen des Menschen
Wir können uns das klarmachen durch eine einfache Logik. In welcher Lage ist der Mensch nun, nach dem Tode? Denken wir zum Beispiel an einen Feinschmecker, der im Leben eine Leidenschaft, sagen wir, für Beefsteaks hatte. - Den Genuss davon hatte nicht der physische Leib, sondern der Astralleib, der der Träger der Begierden, Leidenschaften, Empfindungen und so weiter ist, doch er braucht den physischen Leib, um sich diesen Genuss zu verschaffen; der ist sein Instrument gewissermaßen. Nun hat er nach dem Tode den physischen Leib abgelegt, hat also kein Instrument mehr, aber noch genau dieselbe Sehnsucht nach der Befriedigung seiner Begierden.
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GA 68d/1907-07-02/p053 · edition original