10. Das Wesen des Menschen
Die Essenz, die er sich an seinem Ätherleibe erarbeitet hat im Laufe seines Lebens, die beeinflusst sein Gefühlsleben in moralischer Beziehung, und das, was er sich an seinem Astralleib erarbeitet hat, beeinflusst sein Begierden- und Triebleben. Er lebt nun eine gewisse Zahl von Jahren in den geistigen Welten, dann steigt er wieder hinunter in die Welt, ausgerüstet mit dem, was er sich selbst in dieser Weise erarbeitet hat, mit einem mehr oder weniger gereinigten Äther- und Astralleib, und jedes neue Leben, das er führt, ist gleichsam ein neues Blatt in dem Buche seines Lebens. Je mehr Verkörperungen er erlebt hat und je besser er sie angewendet hat, um sich zu veredeln und höher zu streben, desto reicher ist das neue Leben, [und so steigt der Mensch von Leben zu Leben] und es vervollkommnet sich mehr und mehr. Er ist nicht losgetrennt in einem Leben, nichts ist ein bloßes Spiel des Zufalls, sondern seine Leben hängen zusammen. Ebenso, wie im täglichen Leben die Arbeit des einen Tages die des andern Tages vorbereitet und beeinflusst, so hängt unsere Vergangenheit mit der Zukunft zusammen, und so schaffen wir uns selbst unsere eigene Zukunft durch unser Verhalten in der Gegenwart. Das ist ein Gesetz, das durch die ganze Natur durchgeht, durch die leblose sowohl wie durch die lebende.
Cite:
GA 68d/1907-07-02/p057 · edition original