11. Der Krankheitswahn im Lichte der Geisteswissenschaft

GA 68d/1907-10-11/p024 ·1907-10-11 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Woher kommen in unserer Zeit die vielen Leiden? Der wahre Grund liegt darin, dass so wenig Menschen sich den großen Interessen des Weltenalls zuwenden. Wer seinen Geist da hinaufsendet, der wirkt gesundend. Wer vor einer bunten Farbenkleckserei steht, die keinen tiefen Sinn hat, hat keinen Nutzen. Wer aber vor einem Kunstwerk steht, durch das das göttlich Geistige hindurchscheint, wird gesundende Wirkung spüren. In dem Maße, als der Materialismus unserer Zeit seine Wirkung ausübt, müssen der astralische und physische Leib krank werden. Solche Krankheitserscheinungen sind alle Nervenkrankheiten, Neurasthenie und anderes. Seuchen und Epidemien können erscheinen durch Zunehmen des Materialismus. Würden die Menschen loskommen von ihrem beschränkten Ich, würde sich vieles von ihnen lösen. Die Wahrheit besteht darin, dass eine hohe Weltanschauung das allein Heilende und Gesundende ist.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/68d/1907-10-11/p024.json
Cite: GA 68d/1907-10-11/p024 · edition original