16. Mann, Weib und Kind im Lichte der Geisteswissenschaft

GA 68d/1908-01-11/p014 ·1908-01-11 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Zuweilen kann ein Kind erst ganz der Mutter ähnlich sein, dann mehr dem Vater. Das ist dadurch herbeigeführt, dass in jedem Manne ein Weibliches und in jedem Weibe ein Männliches ist. Hier wirken vier Einflüsse durcheinander. Verwickelter ist das für den astralischen Leib und das Ich. Wichtig ist das, was früher hineingelegt wurde. Vergleichsweise möchte ich hier etwas anführen: Ein Mensch, der eine gewisse Individualität hat, lebt in sehr bequemen häuslichen Verhältnissen, aber durch irgendwelches Ereignis muss er sich mit einer elenden Wohnung behelfen. Das wird einen gewissen Einfluss auf ihn haben, trotzdem bleibt der Mensch derselbe, und er hat sich in die Verhältnisse zu fügen. Die Eltern sind nicht die Schöpfer, sie sind nur die Behausung, und die Lebewesen müssen sich hineinpassen.

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