17. Das Wesen des Menschen im Lichte der Geisteswissenschaft

GA 68d/1908-01-29/p008 ·1908-01-29 · original (original)
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So wie der Blindgeborene es für eine Phantastik halten kann, wenn wir ihm von Farben und Licht reden, so werden auch wohl die, welche von geistigen Welten reden, von denen, die diese Welten nicht kennen, für Phantasten gehalten. Für die, welche nichts von den geistigen Welten kennen, redet ein solcher, der sie kennt, wie der Sehende für den Blinden von der Welt von Farbe und Licht redet. Es ist allerdings notwendig, so ähnlich von den geistigen Welten zu sprechen, wie J.[ohann] G.[ottlieb] Fichte von den geistigen Welten gesprochen hat; ganz so ist es allerdings nicht. Es gibt für den Blindgeborenen manchmal die Möglichkeit, ihn zu operieren. Da gibt es einen Augenblick, wo das, was in Dunkelheit gehüllt war, ihm entgegentritt in Licht und Farbe und Glanz. Aber man kann nicht jeden Blindgeborenen operieren. Für jeden Menschen jedoch gibt es die Möglichkeit, schend zu werden für die Welten, welche um uns herum sind, die aber jetzt für ihn verhüllt sind.

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