17. Das Wesen des Menschen im Lichte der Geisteswissenschaft

GA 68d/1908-01-29/p012 ·1908-01-29 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Denken wir zurück an die Zeiten, in denen es noch keine Buchdruckerkunst gegeben hat, als noch nicht das, was heute an den Menschen herankommt in Form von Druckwerken, an die Menschen so herankommen konnte, sondern nur Einzelheiten davon. Dazumal konnte sich das menschliche Empfinden und Fühlen in ganz anderer Form noch gegenüber den großen, geistigen Wahrheiten verhalten. Jetzt aber, wo die Unsumme von Wissenschaft in tausend und abertausend Kanälen in die Menschheit eindringt, da erfordert die Verbreitung der geistigen Wahrheiten auch eine andere Form. Wir brauchen auch nur ein paar Worte zu sagen, um die Wirkungen zu erkennen. Jene Wesen, durch die die Impulse damals entstanden, als in alten Formen der Darstellung die Wahrheit den Menschen gegeben wurde, wussten, dass im Menschen ein ewiger Kern lebt; sie wirken nicht mehr so auf die Menschen. Es muss eine andere Form geben, wie sie sich als geeignet erweisen soll für die moderne Seele.

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