17. Das Wesen des Menschen im Lichte der Geisteswissenschaft
Es ist gar kein Einwand gegen den Anteil eines Geistigen an einer Sache, wenn wir sagen, wir begreifen das Physische nach den mechanischen Gesetzen. Wir begreifen eine Uhr nach rein mechanischen Gesetzen. Ist deshalb der Uhrmacher unentbehrlich? Dieser Einwand ist trivial. Viele Menschen glauben, weil früher die Menschen auf einer kindlicheren Stufe gestanden haben, haben sie geglaubt, dass hinter dem Physischen stehen geistigen Wesenheiten, die die Welt dirigieren. Heute sei es aber nicht mehr notwendig, weil ja die Wissenschaft uns darüber aufklärt, wie die Dinge zusammenhängen. Wissenschaftliches Aufklären eines Tatbestandes hat nichts zu tun mit dem Begreifen der geistigen Hintergründe.
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GA 68d/1908-01-29/p019 · edition original