17. Das Wesen des Menschen im Lichte der Geisteswissenschaft
Wenn man darauf erwidern wollte: Dann macht die Theosophie ja den Menschen zu einem Gott, so kann man darauf nur sagen: Ebenso wenig wie ein Tropfen aus dem Meer das ganze Meer ist, ebenso wenig ist das, was im Menschen göttliche Substanz ist, das ganze Göttliche. Wie der Tropfen sich zum Meer verhält, so verhält das Ich im Menschen sich zum ganzen Göttlichen. Nur das Göttliche, das im Innersten des Menschen lebt, kann sich im Innern des Menschen ankündigen. Alles andere, was Farben, Töne, Wärme und Kälte ist, alles das muss von außen an den Menschen herankommen. — Man muss die ganze Tragweite dieses Ertönens im Innern des Menschen, des menschlichen Ichs erkennen. Fichte sagte einmal: «Viel eher möchten die Menschen sich für ein Stück Lava vom Monde halten als für ein Ich. Sie sehen dieses Wesen des Ich wer weiß wo, nur nicht in sich selbst.»
Cite:
GA 68d/1908-01-29/p027 · edition original